Caparol glänzt in Peking

2008-07-03 12:34:17 - Bauen-Wohnen.Net

Caparol-Kompetenz war gefragt, als für das Olympiastadion in Peking ein ganz spezieller, leuchtend roter Farbanstrich gefordert wurde. Er trägt wesentlich zum Charakter und äußeren Erscheinungsbild des neuen Wahrzeichens bei. Foto: picture-alliance/dpa
 

Das Olympiastadion in Peking wird nicht nur innerhalb Chinas als ein neues Wahrzeichen im Reich der Mitte gehandelt. Schon vor den Spielen findet das architektonische Meisterwerk auch internationale Anerkennung und Bewunderung. Das vom Volksmund als „Vogelnest“ titulierte Gebäude besticht einerseits durch die kreative Architektur des nestartigen Stahlgeflechts und sollte nach Vorstellungen der Spiele-Ausrichter ganz besonders auch durch eine fantastische Farbgebung glänzen. Dafür wurde das deutsche Unternehmen Caparol ausgewählt, das bereits beim Bau der Münchner Allianz Arena Gestaltungskompetenz im Bereich Farbe, Struktur und Oberfläche eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Generell war beim Olympiastadion eine Farbe mit Hightech-Glanzgrad von dem international renommierten Architekten-Team Herzog & de Meuron aus der Schweiz gefordert. Die von Caparol entwickelte Spezialbeschichtung soll den in Peking herrschenden extremen klimatischen Verhältnissen und Umweltbedingungen „bedingungslos“ standhalten und bei dem zu erwartenden Publikumsandrang mechanisch belastbar und optimal sauber bleiben. Die Anforderungen der Schweizer Architekten, einen leuchtend roten Farbanstrich herzustellen, der die hinter dem Stahlgeflecht der Stadionfassade hervorblitzenden Wandflächen zu einer eindrucksvollen Wirkung bringen sollte, konnte mithilfe des Know-hows des Dr. Robert-Murjahn-Instituts (RMI) aus Ober-Ramstadt wirkungsvoll umgesetzt werden.

Ein vierköpfiges Caparol-Team bereitete die chinesischen Handwerker in einer dreiwöchigen Schulung auf die fachgerechte Beschichtung von rund 90.000 Quadratmeter Fläche vor. „Ich bin viel rumgekommen“, so Anwendungstechniker Henrich Bombala, „aber eine Baustelle von solchen Ausmaßen hatte ich noch nie erlebt. Da wuselten bestimmt 10.000 Menschen herum.“ Das Ober-Ramstädter Unternehmen war einer von zwei deutschen Zulieferern, der Material für ein gesamtes Gewerk für dieses Großobjekt liefern konnte. Beflügelt durch diesen Erfolg soll die Farbe in Zukunft unter dem Namen „Amphibolin“ auch international angeboten werden, verkündeten jetzt die Caparol-Experten. (News-Reporter.NET/hs)

 
 
 

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