Alles im richtigen Rahmen

2008-08-01 09:49:37 - Bauen-Wohnen.Net

Angesichts steigender Energiepreise investieren immer mehr Eigenheimbesitzer in Sanierungsmaßnahmen. Eine wenig aufwendige und dennoch höchst effektive Maßnahme ist der Austausch alter Fenster. Foto: BHW Bausparkasse/D. Masbaum/News-Reporter.NET
 

Wer die Energiekosten für sein Eigenheim reduzieren will, kann das auch schon mit kleineren Maßnahmen erreichen. „Eine Erneuerung der Fenster spart bei einem Einfamilienhaus mit ca. 25 Quadratmeter Fensterfläche etwa 550 Liter Heizöl im Jahr. Das sind fast 500 Euro“, erklärt Bernd Neuborn, Finanzexperte der BHW-Bausparkasse. Beim Kauf neuer Fenster gibt der sogenannte U-Wert eine gute Orientierungshilfe. Mit ihm beschreibt der Fachmann den Verlust von Wärmeenergie. Da gilt: Je niedriger der U-Wert des Fensters, desto besser seine Dämmeigenschaften. Eine moderne Dreifach-Verglasung hat heute einen U-Wert von 0,6 – ein Zweifach-Isolierglas aus den Siebzigerjahren dagegen einen von etwa 3,0.

Ganz entscheidend trägt auch der richtige Rahmen zum Energiespareffekt bei. Sein Wärmedämmwert sollte den der Scheiben nicht unterschreiten, das Material mindestens 20 Jahre halten. Auch wenn die Wahl der Fensterrahmen eine Preis- und Geschmacksfrage ist, Fenster sind Teil der Fassade und sollten sich dem Stil des Hauses anpassen und langlebig sein. Nach wie vor sehr beliebt sind Holzrahmen. Sie kosten mit Zweifach-Wärmeverglasung inklusive Montage rund 500 Euro pro Quadratmeter, benötigen aber alle zwei bis drei Jahre einen neuen Außenanstrich.

Dieser Aufwand ist bei Kunststofffenstern (etwa 400 Euro pro Quadratmeter) nicht erforderlich. Als guter Kompromiss haben sich neuerdings Rahmen erwiesen, die aus Holz und Aluminium bestehen – ein Materialmix, der die Stärken beider Werkstoffe nutzt und beste Dämmeigenschaften garantiert: Während innen Holz schöne Ansichten schafft, sorgt die Aluminiumhaut mit eingebrannten Farben dauerhaft für wenig Pflegeaufwand. Holz-Aluminium-Fenster kosten ca. 630 Euro pro Quadratmeter. „Der Staat unterstützt den Austausch veralteter Fenster mit Mitteln der KfW-Förderbank“, erläutert Bernd Neuborn. „Alternativ werden dem Modernisierer aber auch Steuervorteile auf die Handwerkerrechnungen gewährt. Die tarifliche Einkommensteuer vermindert sich um 20 Prozent, maximal 600 Euro.“ Schöne „Aussichten“! (News-Reporter.NET/SV)

 
 
 

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