Geld von Vater Staat
2008-07-30 13:27:01 - Energie-Reporter.Net
Energie sparen mit effizienter Heiztechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien wird von der Bundesregierung weiterhin finanziell unterstützt. Der ursprünglich bis zum 30. Juni 2008 befristete Bonus für den Heizkesseltausch bleibt nicht nur bis 31. Dezember 2009 erhalten, sondern wird nach Angaben des Bundesumweltministeriums sogar erweitert. Er wird gewährt, wenn man im Zuge der Neuinstallation einer Solarwärmeanlage einen konventionellen Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzt.
Dieser auch als „Klima-Prämie“ bezeichnete Zuschuss im Rahmen des „Marktanreizprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (MAP) beträgt 750 Euro, wenn das Brennwertgerät gemeinsam mit einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung installiert wird. Dient die Solaranlage nur der Warmwasserbereitung, gibt der Staat künftig 375 Euro für das neue Brennwertgerät dazu. Bislang gingen Heizungsmodernisierer bei dieser kleineren Solarvariante leer aus.
Zusammen mit der Solarförderung (je Quadratmeter Kollektorfläche bis zu 105 Euro, mindestens aber 410 Euro) und der steuerlichen Geltendmachung der handwerklichen Lohnkosten (Maximalerstattung 600 Euro) beteiligt sich der Staat zu fast einem Fünftel an der Investitionssumme für eine sparsame Öl-Brennwertheizung mit einer zwölf Quadratmeter großen Solaranlage. Damit sind die Fördermöglichkeiten aber noch nicht ausgeschöpft. Denn auch für energiesparende Heizungskomponenten sind „Klima-Prämien“ vorgesehen. Werden besonders effiziente Solarpumpen eingebaut, zahlt der Staat je Pumpe 50 Euro Zuschuss. Und eine verbrauchsarme Umwälzpumpe mit dem Energielabel der Klasse A wird mit 200 Euro gefördert.
Oftmals können weitere Fördermittel von Bundesländern oder Kommunen den staatlichen Finanzierungsbeitrag noch weiter erhöhen. Und nach wie vor kann die Anschaffung der Öl-Brennwertheizung mit Solarthermie über zinsgünstige Darlehen der bundeseigenen KfW-Förderbank finanziert werden. Alle für ein konkretes Modernisierungsprojekt infrage kommenden Förderprogramme listet die Fördermittelabfrage des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) unter www.oelheizung.info im Internet auf. (News-Reporter.NET/SV)




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