Feuer und Flamme

2008-07-11 09:19:18 - Essen-Trinken

Köstlicher Flammkuchen: Aus der ursprünglich rustikalen mittäglichen Verpflegung der elsässischen Landbevölkerung entwickelte sich eine Delikatesse, die auch hierzulande gern verspeist wird. Foto: Dr. Oetker/News-Reporter.NET
 

Aromatische Düfte locken zum Tisch. Ein saftiger, würziger Belag aus Rahm, Speck und Zwiebeln betört die Geschmacksnerven. Der leckere Boden ist herrlich knusprig – eine kulinarische Kombination, die Appetit auf mehr macht. Ob im Spätsommer oder zur herbstlichen Jahreszeit, als herzhafte Mahlzeit erfreut sich der Flammkuchen seit jeher großer Beliebtheit. Getreu dem Motto „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ verdankt er seinen Namen einer Angewohnheit vergangener Tage: Als der heimische Herd noch nicht mit modernen Temperaturanzeigen ausgestattet war, wurde im Elsass mit Hilfe der Tarte Flambée die Hitze im Ofen getestet.

Erzählungen über den ersten „flambierten“ Kuchen reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Zu einer Zeit, in der das Leben vor allem in der Dorfgemeinschaft stattfand, bewältigten die Hausfrauen auch die Aufgabe des Brotbackens in Gesellschaft. An vorher festgelegten Tagen wurde morgens ein Steinofen angefeuert. Später versammelten sich die ansässigen Bäuerinnen mit den vorbereiteten Brotteigen auf dem Dorfplatz. Bevor jedoch der erste Teig in den glühenden Ofen geschoben wurde, rollten sie dünne Teigstreifen aus und legten diese hinein. Waren die Streifen nach gut zwei Minuten knusprig gebacken, hatte der Ofen die richtige Temperatur erreicht. So wurde verhindert, dass der teure Laib Brot verbrannte.

Aus den dünnen, fertig gebackenen Teigstreifen machten die findigen Bäckerinnen zunächst eine kleine Zwischenmahlzeit. Dazu bestrichen sie den Teig mit Sauerrahm. Im Laufe der Zeit wurde der Belag um Zwiebeln und Schinken oder Speck ergänzt, und so entstand schließlich ein leckeres Mittagessen für die ganze Familie – der Flammkuchen war erfunden. Ihren Ursprung hat die rustikale Delikatesse im Elsass. Traditionell wurde von den Winzern nach der Weinlese ein warmes Stück des Flammkuchens zu einem Glas Federweißer gereicht. Eine Tradition, die sich bis heute gehalten und es auch im benachbarten Deutschland zu großer Beliebtheit gebracht hat.

Genießer können sich die Köstlichkeit jetzt dank der Backmischung von Dr. Oetker selbst schnell und einfach zu Hause zubereiten. Und für besonders Eilige gibt´s den „feurigen“ Genuss auch aus dem Tiefkühlregal. (News-Reporter.NET/SV)

 
 
 

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