Außen Gemüse – innen Geheimnis

2008-08-01 12:30:06 - Essen-Trinken

Hähnchenbrust mit Käsefüllung im Zucchinimantel – Augenschmaus und Gaumenfreude zugleich. Foto: CMA/News-Reporter.NET
 

Hier warten Entdeckerfreuden: Viele Gemüsesorten überraschen als essbare Päckchen, dienen zartem Innenleben als schützender Mantel oder bieten Raum für feine Füllungen. Da machen bei Tisch nicht nur Kinder große Augen. Für kulinarische Versteckspiele eignen sich Fruchtgemüse aller Art, größere Knollen und Wurzeln sowie Kohl- und Blattgemüse.

Riesenchampignons schmecken köstlich, wenn sie mit einer Mischung aus zerkleinerten, in Butter angedünsteten Pilzstielen, Knoblauch, Petersilie und geriebenem Bergkäse gefüllt werden. Anschließend darf das Wetter entscheiden, ob es heißt: ab in den Backofen oder auf den Grill. Auch Tomaten mit leckerem Inhalt wie feines Bratwurstbrät oder dem Klassiker Mozzarella, Basilikum und Brotcroutons entwickeln ein feines Aroma. Am besten eignen sich große Fleischtomaten.

Zucchini oder Schmorgurken lassen sich perfekt zum Schiffchen für pikante Hackfleischfüllungen umfunktionieren. Das ausgehöhlte Gemüsefruchtfleisch aber auf keinen Fall wegwerfen, sondern fein zerkleinern, andünsten und als Basis für die Farce oder als Sauce weiterverwenden. Eine italienische Spezialität sind gefüllte Zucchiniblüten. Wichtig ist hierbei, vor dem Füllen den Kelch der Blüten behutsam mit den Händen zu öffnen und den Stempel im Inneren mit einem kleinen Messer vorsichtig abzuschneiden, sodass die Blüten unverletzt bleiben. Fein zum Füllen: Ratatouille, Pesto oder eine Creme aus Frischkäse und Kräutern. Delikate Zucchiniblüten sind jedoch nur im Sommer zu haben.

Aromatische Hüllen für Hackfleisch, Gemüsefarce und andere feine Füllungen liefern Blätter, beispielsweise von Chinakohl, Wirsing, Spitzkohl, Romanasalat, Spinat oder Mangold. Das sieht nicht nur gut aus, sondern schützt zartes Innenleben vor dem Austrocknen. Für vier Portionen braucht man acht große Blätter. Von feineren Blättern, wie Romana, nimmt man 16 Stück und legt jeweils zwei übereinander. Damit sich die Blätter formen lassen, werden sie in kochendem Salzwasser kurz blanchiert und anschließend in Eiswasser abgeschreckt – so behalten sie ihre Farbe. Danach werden sie auf Küchenkrepp ausgebreitet, trocken getupft und falls nötig, wird die mittlere Rippe flach geschnitten. Die Blätter mit der Füllung bestreichen, seitliche Ränder einschlagen und von der schmaleren Seite her aufrollen. Festere Blätter von Wirsing oder Chinakohl sollte man noch mit Küchengarn umbinden. (News-Reporter.NET/JM)

 
 
 

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