Dem grünen Gold auf der Spur

2008-08-11 15:07:53 - Essen-Trinken

Hopfen wird in Deutschland auf rund 17.600 Hektar angebaut und in zwei Sorten unterschieden: den Aroma- und den Bitterhopfen. Foto: CMA/News-Reporter.NET
 

Hopfen ist eine Pflanze der Superlative. „Fast mit bloßem Auge kann man zuschauen, wie schnell Hopfen in die Höhe schießt. Bei günstiger Witterung windet sich das Lianengewächs 30 Zentimeter pro Tag nach oben, in 70 Tagen erreicht es durchschnittlich sieben Meter. Das schafft in unseren Breitengraden keine andere Pflanze“, berichtet Dr. Christoph Pinzl, Leiter des Deutschen Hopfenmuseums in der Hallertau.

Vermutlich nutzten die Menschen das sogenannte grüne Gold in früheren Zeiten als Heilmittel, sicherlich aber nicht zum Bierbrauen. Denn seine Karriere als Bierwürze begann sehr viel später. Erst im Mittelalter entdeckten Mönche eher zufällig, dass das Hanfgewächs Bakterien fernhält und damit das Bier natürlich haltbar macht. Hopfen bringt die besondere Note ins Bier. Je nach Sorte kann sie fruchtig, blumig, zitrusartig bis hin zu grün-grasig im Sinne von kräuterwürzig ausfallen. Bei jedem der mehr als 5.000 verschiedenen deutschen Biere sorgt die jeweilige Sorte und Menge der Hopfenzugabe für den individuellen, feinbitteren Geschmack. Der Experte empfiehlt, die Unterschiede einmal bewusst herauszuschmecken: „Das Faszinierende am Bier ist, dass neben Hopfen nur Malz, Hefe und Wasser daran beteiligt sind und dennoch ein so großes Spektrum an verschiedenen Bierstilen möglich ist.“ (News-Reporter.NET/JM)

 
 
 

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