Zwei, die sich nicht immer vertragen

2008-08-04 11:39:39 - Gesundheits-Reporter.Net

Zwei, die sich nicht immer vertragen: Bei Einnahme bestimmter Medikamente ist in puncto Sonne Vorsicht geboten, denn die UV-A-Strahlen können fototoxische Reaktionen auf der Haut auslösen. Foto: Techniker Krankenkasse/News-Reporter.NET
 

Wer vor seinem Sommerurlaub ein Antibiotikum verschrieben bekommt, sollte vorsichtig sein. Denn Sonnenlicht und bestimmte Arzneimittel können ein unheilvolles Bündnis eingehen. Die Folge: eine fototoxische Reaktion auf der Haut, also ein unangenehmer Hautausschlag, der an einen starken Sonnenbrand oder eine Sonnenallergie erinnert. Etwa 250 Medikamente sind laut Dr. Martina Köthemann, Apothekerin bei der Techniker Krankenkasse (TK), bekannt, die einen solchen Hautausschlag hervorrufen können.

Besonders häufig verursachen harntreibende Mittel (Diuretika) mit dem Wirkstoff Hydrochlorothiazid eine fototoxische Reaktion. Außerdem können zum Beispiel einige Antibiotika, Schmerzmittel, Antidepressiva und Herz-Kreislauf-Medikamente den Hautausschlag auslösen. Ob ein Arzneimittel riskant ist, können Sonnenanbeter im Beipackzettel nachlesen oder in der Apotheke erfragen. Aber auch Kosmetika wie Aftershaves oder Parfüms und Heilpflanzen wie Johanniskraut können dazu führen, dass Haut und Sonne sich nicht vertragen. Die Fotosensibilisierung der Haut wird vor allem durch UV-A-Licht ausgelöst. Das Dilemma für Betroffene: UV-A-Strahlen werden weder durch Glas noch durch leichte Kleidung gestoppt. Deshalb hilft ein Schutz gegen Sonnenbrand nicht automatisch gegen fototoxische Reaktionen.

Es gibt jedoch ein paar Tricks, die laut Köthemann die Haut schonen: „Medikamente, die nur einige Stunden wirken und dann im Körper aufgelöst werden, sollte man abends einnehmen“, rät die Apothekerin. Und beim Sonnenschutz sei wichtig, dass die Creme einen hohen UV-A-Schutz bietet. Ein weiteres Muss: lange Kleidung und Sonnenhut. Gerade in der Mittagszeit sollten Betroffene im Schatten bleiben und auch um das Solarium einen Bogen machen. Hautsensible Menschen, die über einen langen Zeitraum ein Risikomedikament einnehmen müssen, können die Fenster von Auto und Haus mit UV-A-undurchlässigen Folien ausstatten, um sich zu schützen. Mehr Informationen rund um die Themen Sonne, Haut und Arzneimittel gibt es unter www.tk-online.de im Internet. (News-Reporter.NET/SV)

 
 
 

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