Mensch, ärgere dich nicht!

2008-08-06 16:38:18 - Gesundheits-Reporter.Net

Eindrücke vom letzten Urlaub vor dem inneren Auge Revue passieren zu lassen, kann in stressigen Situationen ausgleichend wirken und Ärger vermindern. Foto: Techniker Krankenkasse/News-Reporter.NET
 

Jeder kennt sie – Situationen, in denen man am liebsten aus der Haut fahren möchte. Oft sind es ganz alltägliche Dinge, die uns die Zornesröte ins Gesicht treiben: Wenn uns beispielsweise der Bus vor der Nase davonfährt, ein Kollege zum dritten Mal zu spät zum Meeting kommt oder man im Supermarkt schon wieder in der langsamsten Schlange steht. Doch zuviel Ärger kann krank machen, warnt die Techniker Krankenkasse (TK). Wer beim geringsten Anlass in die Luft geht, riskiert gesundheitliche Schäden – von Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko. Oft helfen jedoch schon einfache Techniken, den Kreislauf aus emotionalem und körperlichem Stress zu durchbrechen.

Das Beste ist, Ärger gar nicht erst zuzulassen. Dabei hilft es, sich folgende Frage zu stellen: Ist das vermeintliche Ärgernis es wirklich wert, sich darüber aufzuregen? Oft neigen wir dazu, unseren Ärger nicht zu hinterfragen, sondern ihm freien Lauf zu lassen. Dabei kann es schnell passieren, dass aus der bekannten Mücke ungewollt ein Elefant wird und man sich in negative Gefühle hineinsteigert. Die Unterbrechungs-Strategie hilft, in solchen Situationen Abstand zu gewinnen. Kommt man dabei zu dem Ergebnis, dass die eigene Aufregung gerechtfertigt ist, hilft es, diese Gefühle sachlich anzusprechen. So kann man aktiv mit dem Ärger umgehen, anstatt ihn einfach hinauszubrüllen oder stumm in sich hinein zu grummeln.

Für viele Menschen ist Ärger deswegen so erdrückend, weil sie ihre Gedanken nicht wieder von ihm lösen können – sie bekommen das Ärgernis einfach nicht aus ihrem Kopf und beschäftigen sich auch dann noch damit, wenn der eigentliche Anlass schon lange vorbei ist. Um quälendes Grübeln zu vermeiden, hilft es, sich ganz bewusst von seinem Ärger abzulenken. Dazu kann man beispielsweise auch innere Bilder und schöne Erinnerungen aktivieren und im Kopf noch einmal „durchwandern“. Sich vorzustellen, im warmen Sand zu liegen oder frische Bergluft zu atmen, vertreibt den Alltagsstress und drängt den Ärger in den Hintergrund.

Viele unserer täglichen Stress-Situationen sind hausgemacht. Meist können wir sie sogar schon vorher absehen: Die frühmorgendliche Zeitnot, weil man zu spät aufgestanden ist, die Nervosität auf dem Weg zu einem Termin, weil man die Adresse nicht notiert hat, oder der Ärger im Supermarkt, weil man mal wieder keine Einkaufsliste gemacht hat. Vorherige Planung und Zeitmanagement reichen also häufig schon aus, um viele Ärgerquellen zu entschärfen. Weitere Tipps zum Umgang mit Ärger finden Stressgeplagte unter www.tk-online.de im Internet. Hier kann man in wenigen Minuten testen, zu welchen Ärger-Verhaltensweisen man in Stresssituationen neigt. Der Test „Welcher Ärgertyp sind Sie?“ liefert Hinweise, wie man auf Ärgernisse reagiert und gibt Tipps, wie man am besten damit umgehen kann. (News-Reporter.NET/SV)

 
 
 

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