Hilfe für Leukämiekranke

2008-05-29 09:07:42 - Gesundheits-Reporter.Net

Über 150 Henkel-Mitarbeiter ließen sich von den Werksärzten typisieren und als potenzielle Stammzellenspender für Leukämiekranke registrieren. Foto: Henkel/News-Reporter.NET
 

Über 11.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Leukämie. Viele der Patienten könnten geheilt werden – mit den passenden Stammzellen eines gesunden Spenders. Das Unternehmen Henkel unterstützt die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) bei der Suche nach Lebensrettern: Dazu wurden alle Mitarbeiter aufgefordert, sich als Spender registrieren zu lassen. Mit großem Erfolg: Über 150 Freiwillige meldeten sich zu der Aktion an und ließen sich von den Werksärzten typisieren. Die Henkel-Mitarbeiter werden als potenzielle Stammzellenspender für Leukämiekranke registriert. Die Kosten von 50 Euro pro Typisierung übernimmt das Unternehmen. Die Unterstützung der DKMS im Kampf gegen die Krankheit Leukämie ist Bestandteil des „Henkel Smile“-Programms. Darin bündelt der Konzern alle über die Geschäftstätigkeiten hinausgehenden Engagements für die Gesellschaft.

„Die Registrierung ist ganz einfach“, erklärt Annette von der Mühlen, Aktionsbetreuerin bei der DKMS. „Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren kann mitmachen. Dem Spender wird eine kleine Menge Blut entnommen, das dann auf seine Gewebemerkmale hin untersucht wird.“ Die Ergebnisse werden anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender-Register in Ulm weitergeleitet. „Die Suche nach geeigneten Spendern ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn die Gewebemerkmale müssen exakt übereinstimmen – wie bei genetischen Zwillingen“, so Annette von der Mühlen.

Bei Henkel wurde bereits eine Nadel im Heuhaufen gefunden: Ute Gottschalk. Die Henkel-Mitarbeiterin ließ sich bei einer ähnlichen Aktion im letzten Jahr registrieren. Ihre Stammzellen stimmten genau mit denen einer leukämiekranken US-Amerikanerin überein. „Für mich stand sofort fest, dass ich der Mutter von drei Kindern helfen würde“, erzählt Ute Gottschalk, „schließlich will man selbst ja auch, dass einem im Notfall geholfen wird.“ Die Entnahme der Stammzellen aus ihrem Blut sei unproblematisch gewesen. „Der Patientin, die meine Stammzellen bekommen hat, geht es jetzt besser. Sie ist wieder zu Hause bei ihrer Familie“, so Ute Gottschalk.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei ist mit über 1.707.125 registrierten Spendern die weltweit größte Stammzellenspenderdatei. In den letzten 15 Jahren hat sie über 14.159 Stammzellentransplantationen ermöglicht. (News-Reporter.NET/SV)

 
 
 

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