Prävention statt Verbote
2008-05-30 13:21:32 - Wirtschafts-Reporter.Net
In der alkoholpolitischen Diskussion hat der Deutsche Brauer-Bund mit der Vorlage eines kommunalen Handlungskonzepts zur Prävention von Alkoholmissbrauch die Initiative ergriffen. Mit dieser Ausarbeitung möchten die deutschen Brauer einen konkreten Beitrag zur Entwicklung präventiver Handlungskonzepte vor Ort leisten.
Die Kommunen spielen nach Auffassung der Brauer in der Auseinandersetzung über den Alkoholmissbrauch die Hauptrolle, da dort das soziale und kulturelle Umfeld der Menschen liegt. „Wer den Lebensraum und die Motive der Jugendlichen für ihr Verhalten kennt, kann wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Alkoholmissbrauch ergreifen“, erklärt Rechtsanwalt Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes.
Dabei treten die deutschen Brauer Plänen, weitere Verbote und Verkaufseinschränkungen verhängen zu wollen, vehement entgegen. „Nicht populistische Forderungen und scharfe Sanktionen gegen die Wirtschaft führen dazu, dass sich einige Menschen in ihrem Konsumverhalten ändern, sondern der Ansatz, über mögliche gesundheitliche Folgen für sich und andere aufzuklären“, fährt Hahn fort. Deshalb beinhaltet das Handlungskonzept eine Anleitung zur Bildung von Runden Tischen, an denen Vertreter aus den verschiedensten Bereichen Kampagnen und Informationsbroschüren erarbeiten und Veranstaltungen planen können, umso zur Veränderung des Konsumverhaltens aufzurufen.
Sowohl die hauptamtlichen Vertreter des Deutschen Brauer-Bundes als auch gerade die Brauer vor Ort fordern ein gesamtgesellschaftliches Engagement in Bezug auf Missbrauchsprävention, bei dem sie gern ihren Beitrag leisten wollen. Alle Beteiligten hätten ihre Verantwortung wahrzunehmen. Deshalb sei es erforderlich, dass eine wirksame und proaktive Präventionspolitik insbesondere im Hinblick auf Kinder und Jugendliche seitens der Kommunen konzipiert und durchgesetzt werde.
Eine Broschüre zum kommunalen Handlungskonzept kann beim Deutschen Brauer-Bund e.V. per E-Mail unter info@brauer-bund.de oder telefonisch unter 0 30/ 2 09 16 70 angefordert werden. (News-Reporter.NET/as)




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